Way-Key – abgeschlossenes Projekt

Bisherige technische Ansätze sind entweder aufgrund der Komplexität der Bedienung für Menschen mit Demenz nicht brauchbar oder sie haben sich lediglich auf reine Tracking- bzw. Überwachungsfunktionen beschränkt, die der dementen Person keine Freiheiten und kein autonomes Handeln gestatten.

Way-Key versucht daher einen entgegengesetzten Ansatz: Wege erschließen und Mobilität fördern. Das bedeutet, Personen mit leichter bis mittelgradiger Demenz, für die selbständige Mobilität möglich und ein berechtigtes Bedürfnis ist, stets im erforderlichen Ausmaß zu begleiten, ans Ziel aber vor allem sicher wieder nach Hause bringen, sowie für das richtige Ausmaß an Bewegung zur richtigen Zeit zu sorgen. Angehörige oder Pflegepersonal werden nur nach Erfordernis einbezogen. Die Leitgedanken sind Schutz der Privatsphäre, Menschenwürde, Ethics by Design, Usability und Nichtdiskriminierung.

Um übliche Probleme bei Akzeptanz und Gebrauch zu vermeiden, wird der Mobilitätsassistent Way-Key mit einem Gebrauchsgegenstand verbunden, den betroffene Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit außerhalb der Wohnung bei sich tragen (unabhängig von Geschlecht und Lebensgewohnheiten) – der Wohnungs- oder Haustorschlüssel, und ist daher als Schüsselanhänger (wie bei alten Hotelschlüsseln üblich) verbaut.

Fokus der Akademie für Altersforschung liegt im Way-Key Projekt auf der Evaluation der Usertests. Die Erfahrungen aus dem mehrmonatigen Feldversuch sollen gesammelt und ausgewertet werden, um Way-Key möglichst passend an die Bedürfnisse unserer Zielgruppe anpassen zu können.

Projektlaufzeit: Herbst 2016 -2018
Projekthomepage: http://www.waykey-project.net/